Das System kombiniert Batterie, Hybridwechselrichter und Heimenergiemanagementsystem in einem Gerät. Zur Einbindung weiterer Verbraucher unterstützt das System unter anderem Wärmepumpen über SG-Ready-Schnittstellen. Zudem ist eine Verbindung mit der Tesla-eigenen Wallbox vorgesehen.
Tesla erweitert sein Angebot für den Heimspeichermarkt um die neue dreiphasige Powerwall 3P. Das System ist ab sofort verfügbar und kombiniert Batterie, Hybridwechselrichter und Heimenergiemanagementsystem in einem Gerät.
Die Powerwall 3P verfügt über 13,4 Kilowattstunden Speicherkapazität und kann 15,4 Kilowatt AC-Leistung bereitstellen. Kurzzeitig seien Spitzenlasten von 21 Kilowatt für eine Sekunde möglich. Das System eigne sich damit auch für leistungsstärkere Anwendungen im Haushalt, wie die Versorgung einer Wärmepumpe oder eine Wallbox.
Für die Photovoltaikanbindung sind vier MPP-Tracker integriert, wodurch sich auch komplexere Dachlayouts abbilden lassen. Der angeschlossene Solargenerator darf maximal 20,3 Kilowatt leisten. Die Eingangsspannung liegt zwischen mindestens 60 Volt und maximal 1.000 Volt Systemspannung. Der maximale Eingangsstrom pro MPPT beträgt 16 Ampere, der Kurzschlussstrom 21 Ampere.
Die Batterie lässt sich mit Erweiterungseinheiten skalieren. Vier Systeme ergeben laut Tesla eine Lösung mit 61,6 Kilowatt Leistung und 94,5 Kilowattstunden Speicherkapazität, womit auch kleinere Gewerbeanwendungen adressiert werden.
Das Gehäuse ist nach IP67 geschützt und damit auch für den Außeneinsatz geeignet. Tesla setzt auf ein Druckguss-Aluminiumgehäuse, das zugleich der Wärmeableitung dient. Für kalte Einsatzbedingungen sind integrierte Zellheizungen vorhanden.
Ein Heimenergiemanagementsystem ist bereits ab Werk integriert und lässt sich ohne zusätzliche Abo-Modelle nutzen. Dabei hebt Tesla lokale Rechenlogik hervor. Optimierungsfunktionen laufen demnach direkt im System und nicht in einer Cloud. Das System soll laut Aussage des Herstellers Börsenstrompreise, Wetterdaten für die Photovoltaik-Ertragsprognose und Verbrauchsmuster des individuellen Nutzers erfassen, um den Eigenverbrauch noch besser optimieren zu können. Dabei käme auch künstliche Intelligenz zum Einsatz. Für Wetterdaten oder Börsenstrompreise kann das Gerät externe Datenquellen nutzen.
Bei Stromausfällen soll das System auch ohne Internetverbindung weiterarbeiten können. Ohnehin biete es vollen dreiphasigen Ersatzstrom, mit dem sich auch Schieflast in der Notstromversorgung darstellen lasse.
Zur Einbindung weiterer Verbraucher unterstützt das System unter anderem Wärmepumpen über SG-Ready-Schnittstellen. Zudem ist eine Verbindung mit der Tesla-eigenen Wallbox vorgesehen.
Installationspartner müssen von Tesla zertifiziert werden. Nach Angaben des Unternehmens ist das System vormontiert und vorverkabelt. Die 138 Kilogramm schwere Einheit wird an der Wand montiert. Für die Montage bietet Tesla mit einem eigens entwickelten „Dolly“ eine Hebehilfe an, die von Installationspartnern aber erworben werden muss.