Rund 100 Aussteller nutzen die Chance auf der Messe in Wien, ihre Produkte zu präsentieren. Der Besucherandrang hielt sich in Grenzen, was auch daran lag, dass die Messe mit der Eröffnung des ersten Fördercalls für Photovoltaik-Anlagen und Speicher in diesem Jahr zusammenfiel.
Es war die Premiere der Solar Solutions in Wien. Rund 100 Aussteller stellten ab Mittwoch im Austria Center Vienna ihre Produkte und Innovationen vor. Die Erwartungen für die erste Ausgabe in Österreich waren verhalten. Die Stimmung in den drei Ausstellungshallen war durchaus gut, doch immer wieder war zu hören, dass nur wenige Installateure scheinbar den Weg gefunden hatten.
Dies hing jedoch auch mit der Terminwahl zusammen. Am zweiten Messetag eröffnete die OeMAG den ersten Fördercall des Jahres für Photovoltaik und Speicher in Österreich. Anders als aktuell in Deutschland gibt es in der Alpenrepublik keine Einspeisevergütung, sondern einen Investitionszuschuss für die neuen Anlagen und es zählt das Motto „first come, first serve“. So dürfen am Donnerstag eben viele Installateure vor dem Rechner gesessen und keine Zeit mehr für die Messe gehabt haben, um die Photovoltaik-Projekte ihrer Kunden für die Förderung zu registrieren. Dass es gleich wieder zuviele waren, zeigt eine Nachricht auf der Webseite der EAG-Abwicklungsstelle, auf der zu lesen ist: „Auf Grund des großen Andrangs läuft das EAG Portal aktuell langsam. Sollten Sie Probleme beim Zugriff auf Ihre bereits erstellten Projekte haben, versuchen Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals. Bereits erfasste Projektdaten sind im System vorhanden, können aber derzeit nur verzögert angezeigt bzw. bearbeitet werden.“ Offiziell läuft der erste Fördercall noch bis 11. Mai, doch allein die Meldung zeigt, schnell sein lohnt sich.
Die Besucher, die den Weg doch in die Hallen des Austria Centers fanden, erwartete ein breites Spektrum an Aussteller. So gab es über herkömmliche und spezielle Module über kleine und große Batteriespeicher und Wechselricher bis hin zu jeglicher Art von Montagesystemen viel an Hardware zu sehen. Doch auch Softwarelösungen, Heimenergiemanagementsysteme, Klemmen oder Schaltschränke wurden präsentiert. Auffällig auch die große Zahl an Großhändlern, die mit eigenen Ständen vertreten waren.
Auch wenn die Zahl der Besucher hätte größer sein können, bei der Entwicklung des österreichischen Photovoltaik-Marktes zeigten sich viele Unternehmen leicht zuversichtlich. So sei in den letzten Wochen wieder eine steigende Nachfrage zu verzeichnen, hieß es an vielen Ständen. Sicher liegt ein wesentlicher Grund neben dem Fördercall auch in der geopolitischen Weltlage. Die Energiepreise steigen teilweise wieder deutlich, doch auch in Österreich weiß man mittlerweile, mit der eigenen Photovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher sowie einer intelligenten Steuerung kann man sich vom Weltgesehen abkoppeln und über große Teile des Jahres seinen Strom zu verlässlichen Preisen selbst erzeugen.