SMA präsentiert Lösungen für die Stromversorgung von Rechenzentren

SMA rüstet sich für den schnell wachsenden Markt der Rechenzentren: Der nordhessische Elektronik-Hersteller hat Lösungen für die Stromversorgung auf den Markt gebracht, die speziell für KI- und Hyperscale-Anwendungen konzipiert wurden. Sie basieren auf der SMA-Technologieplattform für Großanlagen. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet SMA für das Rechenzentrumsgeschäft einen Umsatz im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Zum neuen Portfolio gehört zum einen die batteriebasierte Architektur SMA GridAssist, die netzgebundene Rechenzentren durch Lastglättung, Stabilisierung der Netzqualität und Einhaltung der Netzvorschriften unterstützt.

Zweiter Baustein ist die Mittelspannungs-USV-Architektur SMA GridLink AC, die die Lasten von Rechenzentren vom Netz entkoppelt. Sie soll Engpässe bei der Netzanbindung bewältigen und einen stabilen Betrieb gewährleisten.

Hinzu kommt SMA GridLink DC, die  den Übergang der Branche zu KI-Rechenzentren auf Basis einer 800-Volt-Gleichstromarchitektur unterstützen soll. Dieses Produkt soll erst 2027 auf den Markt kommen.

„Die Stromversorgung ist zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Rechenzentrumsbranche geworden”, sagt Jürgen Reinert, Vorstandsvorsitzender von SMA. Mit dem Wachstum KI-basierter Anwendungen werde die Verfügbarkeit von Strom zunehmend wichtiger für den schnellen Aufbau neuer Rechenzentrumskapazitäten. „Durch die Kombination bewährter Leistungselektronik, langjähriger Expertise in der Netzintegration und intelligenter Steuerungslösungen unterstützt SMA seine Kunden, Engpässe bei der Stromversorgung zu überwinden und die für den Rechenbetrieb verfügbare Energie zu maximieren.“

Auch der Hamburger Stromhändler Flexpower sieht in Rechenzentren einen attraktiven Markt: Das Unternehmen hat für diese Abnehmer jetzt ein neues Belieferungsmodell entwickelt. Anders als bei einer klassischen Vollversorgung sollen Betreiber verschiedene Komponenten je nach Verbrauch, Risikoprofil und Wachstumsplanung kombinieren können. Der erneuerbare Strom stammt nach Angaben des Unternehmens aus dem eigenen Direktvermarktungsportfolio mit Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen.

Grünstrom für Rechenzentrum der Schwarz-Gruppe bei Rostock

Die Stromversorgung war auch ein zentrales Entscheidungskriterium der Schwarz-Gruppe bei der Wahl eines Standorts für ihr neues Rechenzentrum. Der Konzern hat nun bekannt gegeben, das Rechenzentrum in Dummerstorf im Landkreis Rostock zu errichten. Die Schwarz Gruppe will hier bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro investieren.

Ein wichtiger Faktor bei der Ansiedlung ist die Verfügbarkeit von großen Mengen an grünem Strom sowie die Nähe einer 380-Kilovolt-Leitung am Standort Dummerstorf gewesen, teilt die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern mit. „Das zeigt: Es ist richtig, auf die erneuerbaren Energien zu setzen“, erklärt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). „Sie sind nicht nur gut für Umwelt und Klima. Sie verschaffen uns auch einen Wettbewerbsvorteil, wenn es um Wirtschaft und Arbeitsplätze geht.“

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