Schweiz startet erste „SWEETER“-Ausschreibung

Zwölf Millionen Schweizer Franken Förderung stehen für energie- und ressourceneffiziente Industrieprozesse zur Verfügung, wozu auch das Recycling von Solarmodulen und Batterien zählt. Die Bewerbungsfrist für Konsortien läuft bis zum 30. Juni.

Das Schweizer Bundesamt für Energie hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt die erste Ausschreibung für sein Förderinstrument „SWEETER“ gestartet. Die Abkürzung steht für «SWiss research for the EnErgy Transition and Emissions Reduction» und soll zum Erreichen der Energiestrategie 2050 und den langfristigen Klimazielen beitragen. Es sind fortlaufend Ausschreibungen geplant, die sich ausschließlich an Konsortialprojekte richten, wie das Bundesamt für Energie erklärt.

In der ersten Ausschreibung geht es um das Thema «Energy- and resource-efficient industrial processes». Sie ist in zwei Forschungsschwerpunkte aufgeteilt, die mit zwölf Millionen Schweizer Franken über jeweils drei Jahre gefördert werden sollen. Der erste befasst sich mit Hochtemperatur-Prozessen und anderen industriellen Prozessen, für die es noch keine marktfähigen Lösungen gebe. Der zweite Schwerpunkt befasst sich dem Bundesamt zufolge mit der Wiederverwendung, Umnutzung, Wiederaufbereitung und dem Recycling von Komponenten, von denen erwartet wird, dass sie im zukünftigen Energiesystem eine wichtige Rolle spielen werden. Dazu zählten beispielsweise Solarmodule, Batterien, Wärmepumpen und Elektrolyseure Es gehe darum, Materialien und wertvolle Stoffe zurückzugewinnen sowie die Umweltbelastung zu reduzieren.

Pre-Proposals können von den Konsortien bis zum 30. Juni eingereicht werden. Die beiden besten Einreichungen werden eingeladen, ein Full Proposal auszuarbeiten und erhalten finanzielle Unterstützung. Die Konsortien können – anders als bei früheren Ausschreibungen auch von Unternehmen oder nicht-akademischen Akteuren geleitet werden, wie es weiter hieß. Die Bedingungen sind online verfügbar.

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