Der dänische Erneuerbare-Projektierer European Energy und der japanische Mischkonzern Mitsui & Co betreiben seit Mai 2025 nahe der deutsch-dänischen Grenze eine Anlage, die jährlich 42.000 Tonnen E-Methanol produziert. Der nötige Strom stammt in erster Linie aus dem 304-Megawatt-Solarpark Kassø direkt nebenan, einer der größten Freiflächenanlagen in Nordeuropa. Das benötigte CO2 ist biogenen Ursprungs.
Jetzt haben die beiden Partner den österreichischen Energie- und Chemiekonzern OMV als Abnehmer für das E-Methanol gewonnen. Die ersten Lieferungen sind bereits erfolgt. Wie viel Tonnen OMV bezieht, teilten die Unternehmen nicht mit.
Auch der Logistikkonzern Maersk, der Spielzeughersteller Lego und das Pharmaunternehmen Novo Nordisk beziehen E-Methanol aus der Anlage. Maersk verwendet das E-Methanol als Schiffstreibstoff.
Das im Rahmen der Vereinbarung gelieferte E-Methanol wird in der EU als erneuerbarer Kraftstoff nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) zertifiziert. Was die Minderung von Treibhausgas-Emissionen betrifft, geht der gelieferte Energieträger nach Angaben von European Energy und Mitsui & Co deutlich über die Mindestanforderungen für die RFNBO-Konformität hinaus.
„Wir haben bewiesen, dass E-Methanol im industriellen Maßstab produziert werden kann“, sagt René Alcaraz Frederiksen, EVP und Head of Power-to-X bei European Energy. Der nächste Schritt bestehe darin, eine breite und diversifizierte Kundenbasis aufzubauen. „Ein Unternehmen von der Größe und mit der industriellen Erfahrung von OMV dafür zu gewinnen, ist ein wichtiger Beitrag zu dieser Entwicklung.“