Die Preissicherheit herkömmlicher statischer Stromtarife genießen und trotzdem von Phasen niedriger Börsenpreise profitieren: Das versprechen neuartige Stromtarife für Haushalte mit E-Auto, die Versorger wie Eon, Tibber und jetzt auch Octopus Energy anbieten. Dabei gewähren die Anbieter ihren Kunden einen Bonus dafür, dass sie innerhalb eines definierten Zeitraums selbst entscheiden können, wann sie die Batterie laden. Sie geben damit die Ersparnisse bei der Beschaffung zumindest zum Teil an die Kunden weiter.
Octopus Energy gewährt den Kunden seines neuen Angebots ein Freikontingent von bis zu 90 Kilowattstunden im Monat, wenn sie beim Versorger eine Wallbox kaufen, von ihm die Ladevorgänge steuern lassen und einen Stromtarif abschließen. Bei einem Strompreis von 32 Cent pro Kilowattstunde hat das Kontingent einen Wert von knapp 29 Euro. Bei einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden auf 100 Kilometer reicht die Strommenge für 500 Kilometer Fahrstrecke.
Wallbox unterstützt Photovoltaik-Überschussladen
Bei der Wallbox handelt es sich um das Modell go-e Charger Pro mit einer Leistung von bis zu elf Kilowatt. Das Ladegerät unterstützt Photovoltaik-Überschussladen. Die Kosten betragen inklusive Installation ab 2.599 Euro. Der Preis richtet sich nach dem Installationsaufwand.
Anders als bei dynamischen Stromtarifen ist der Arbeitspreis bei diesem Octopus-Angebot fix. Der Versorger setzt ihn in seinen Rechenbeispielen mit 32 Cent pro Kilowattstunde an. Wie viel die Kunden genau zahlen müssen, hängt unter anderem von den örtlichen Netzentgelten ab.
Die Kunden legen über eine App fest, wann das Auto welchen Ladestand erreicht haben soll. Octopus Energy nutzt dann Stunden mit niedrigen Börsenpreisen, um die Vorgabe zu erfüllen. Manuelles Sofortladen ist möglich, zählt aber nicht zum Freikontingent.