Mit einem monatlichen „E-Auto Ladepreisindex“ will der Stromanbieter Tibber ab sofort mit Zahlen belegen, wieviel Geld Elektroauto-Besitzer bei den Energiekosten im Verhältnis zur gefahrenen Strecke sparen – namentlich dann, wenn sie Tibbers „Smart Charging“-Angebot nutzen. Im Juli hatte das Unternehmen erstmals einen Vergleich für die ersten sechs Monate des Jahres angestellt und war zu dem Ergebnis gekommen, dass trotz des damals geltenden Tankrabatts die Kosten für Diesel-Pkw mit durchschnittlich 13,59 Euro für 100 Kilometer und für Benziner mit 15,12 Euro fast viermal so hoch waren wie für die eigenen Kunden. Hier ergab die Auswertung von mehr als 10.000 Haushalten mit Smart Meter und dynamischem Tarif durchschnittliche Kosten vo 3,27 Euro je 100 Kilometer.
Diese Analyse will Tibber nun monatlich wiederholen und online veröffentlichen. Die aktuelle Auswertung für Juli ergibt für Verbrenner eine durch das Ende Tankrabatts bedingte, deutliche Steigerung der Kilometerkosten, die nun – bei einem angenommenen Verbrauch von 7,0 Litern auf 100 Kilometern für einen Diesel und 7,9 Litern für einen Benziner – bei 14,49 Euro beziehungsweise 14,49 Euro liegen. Das entspricht einer Steigerung um 14 Prozent für Diesel und rund 11 Prozent für Benzin. Dem gegenüber seien die Kosten je 100-Kilometer für Tibber-Kunden bei Nutzung von „Smart Charging“ um knapp drei Prozent auf 3,52 Euro (inklusive Steuern, Gebühren und Abgaben) gefallen. Hierbei wurde ein Verbrauch von 20 Kilowattstunden für 100 Kilometer angenommen (ADAC).
„Besonders große Ersparnisse konnte im Juli erzielen, wer sein E-Auto regelmäßig über die Mittagszeit an die Wallbox angeschlossen ließ“, erklärt hierzu Ralf Walther, Energy Market Lead bei Tibber: „Das Angebot an Solarstrom war groß, mit insgesamt 79 negativen Stunden an der Strombörse.“
„Smart Charging“ können Tibber-Kunden mit viertelstündlich-dynamischem Stromtarif nutzen. Dabei können sie für ihren heimischen Ladepunkt festlegen, zu welchem Zeitpunkt welcher Ladestand erreicht sein soll. Software-gesteuert werden dann günstige Zeitfenster für den Ladevorgang bestimmt.