Enpal schließt seinen Vertriebsstandort in Hamburg. Einen entsprechenden Medienbericht von „Gründerszene“ und „T-Online“ bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von pv magazine. Das Berliner Unternehmen wolle sich künftig „auf die Kern-Vertriebsstandorte München, Essen und Berlin fokussieren“. Diese sollen im Zuge der Entscheidung zugleich gestärkt werden.
„Wir tun unser Möglichstes, unsere Hamburger Kolleginnen und Kollegen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und beim Übergang zu helfen“, so der Enpal-Sprecher weiter. Die mehr als 80 Mitarbeiter seien sofort freigestellt worden. Enpal beschäftigte am Standort Hamburg ausschließlich Vertriebsmitarbeiter.
Direkt nach Bekanntwerden der Schließung meldete sich Philipp Schröder, Gründer von 1Komma5°, auf Linkedin zu Wort. Sein Unternehmen hat den Hauptsitz in Hamburg und ist ein großer Konkurrent von Enpal, wenn es um die Kunden geht, die sich Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen, Wallboxen und ein intelligentes Energiemanagement zulegen wollen. Er kündigte an, den Enpal-Mitarbeiter des Standort Hamburgs ein Angebot unterbreiten zu wollen, um soviele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. „Egal wie unterschiedlich unsere Strategie, Geschäftmodell und unsere Kultur auch sind, das Ziel ist das Gleiche“, schreibt Schröder auf Linkedin weiter.
Dritte öffentliche Verbriefung abgeschlossen
Am Mittwoch veröffentlichte Enpal den erfolgreichen Abschluss einer dritten öffentlichen Verbriefung von Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen für Privathaushalte mit M&G Investments. Das Emissionsvolumen umfasse 367 Millionen Euro. Die Transaktion mit forderungsbesicherten Wertpapieren (Asset-Backed Securities, ABS) basiere auf einem gemischten Portfolio aus rund 11.500 Krediten für Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen an deutsche Hausbesitzer. 99 Prozent der investierten Mittel stammten aus Europa. Enpal verzeichnet jedoch auch ein wachsendes Interesse von US-Investoren, wie es weiter hieß.