Bei der Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. Juli 2026 haben 261 Angebote einen Zuschlag erhalten. Das teilte die Bundesnetzagentur am Dienstag mit. Ausgeschrieben waren insgesamt 2135 Megawatt Photovoltaik auf Freiflächen sowie auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. Für dieses Volumen wurden der Bonner Behörde zufolge 401 Gebote über insgesamt 3170 Megawatt eingereicht. 48 Gebote sind demnach vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen worden, von den übrigen bekamen 261 einen Zuschlag.
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte der erneut überzeichneten Ausschreibungsrunde liegen der Mitteilung zufolge zwischen 4,38 und 4,97 Cent pro Kilowattstunde. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert beträgt 4,79 Cent pro Kilowattstunde und liegt damit leicht unter dem Wert der Vorrunde von 4,94 Cent pro Kilowattstunde.
Die meisten Zuschläge entfallen auf den Süden der Republik: In Bayern waren 75 Gebote mit zusammen 429 Megawatt erfolgreich, in Baden-Württemberg 41 Gebote mit insgesamt 266 Megawatt. Auf Niedersachsen entfallen 28 Zuschläge und 225 Megawatt, auf Rheinland-Pfalz 25 Zuschläge und 239 Megawatt sowie auf Nordrhein-Westfalen 21 Zuschläge und 233 Megawatt.
Die Bundesnetzagentur weist auf Grund von Nachfragen aus dem Kreis potenzieller Bieter darauf hin, dass „von den Teilnehmern dieser Ausschreibung noch keine Netzentgelte mit Finanzierungsfunktion (Kapazitätsentgelte) im Sinne der Orientierungspunkte der Bundesnetzagentur zur Beteiligung der Einspeiser vom 17. Februar 2026 erhoben“ werden. Alle weiteren Fragen werden demnach im Rahmen des Festlegungsprozesses zur allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) entschieden.
Die nächste Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird mit dem Gebotstermin 1. Dezember 2026 durchgeführt.