Sigenergy, Arausol und Memodo setzen das Projekt derzeit gemeinsam um und planen den Netzanschluss für den Sommer. Es sieht eine Photovoltaik-Leistung von 11,6 Megawatt vor, die mit einer Batteriekapazität von 20 Megawattstunden gekoppelt wird. Dafür werden 1660 Batteriemodule von Sigenergy mit jeweils 12 Kilowattstunden Kapazität eingesetzt. Eigentümerin der Anlage ist die DGS GmbH, die sich in der Innovationsausschreibung im vergangenen September auch einen Zuschlag für das Projekt sicherte.
Sigenergy bezeichnet es als „wegweisendes Großprojekt“ – zugleich ist es der Einstieg des chinesischen Unternehmens in den deutschen Markt für Photovoltaik-Großanlagen. Gemeinsam mit Arausol und Memodo werde aktuell in Weissach im Tal in Baden-Württemberg die wohl aktuell größte Photovoltaik-Anlage mit dezentralen Speichern realisiert, die unter Gleichstrom arbeite, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die maximale Photovoltaik-Leistung soll nach der Fertigstellung bei 11,6 Megawatt liegen. Dazu werden 1660 Batteriemodule mit jeweils 12 Kilowattstunden Kapazität von Sigenergy installiert. Insgesamt sind mit den stapelbaren „SigenStacks“ somit 20 Megawatt Speicherkapazität verfügbar.
Die Installation der Speicher erfolge dabei auf der Unterkonstruktion von Arausol. Diese sei vergleichbar mit Modultischen. Die Installation sei damit effizient und ohne Einsatz von Kränen möglich. Auch Bodenversiegelungen, wie sie bei großen Container-Speichern entstehen, würden damit vermieden.
Weiterer Vorteil des Projekts, so Sigenergy, sei die DC-Koppelung. Sie vermeidet im Gegensatz zu AC-Systemen die Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom. Der überschüssige Solarstrom könne direkt in den Batterien gespeichert werden. Erst bei der Netzeinspeisung erfolgt dann die Umwandlung in Wechselstrom. Aufgrund der DC-gekoppelten Variante kann Arausol zudem die Anlage stärker überbauen, da die Leistung am Netzanschluss auf 8,8 Megawatt begrenzt ist. Bei höherer Erzeugung würden die Überschüsse in den Speichern zwischengespeichert und anschließend erlösoptimiert vermarktet und eingespeist, so Sigenergy weiter.
Während Sigenergy für das Projekt in Baden-Württemberg neben seinen Batteriespeichern auch die Wechselrichter sowie weitere elektrotechnische Komponenten wie Mittelspannungs-Trafo-Stationen liefert, kümmert sich Memodo um die zuverlässige Beschaffung der benötigten Komponenten. Arausol kümmert sich neben den Unterkonstruktionen auch um den Bau und die Projektentwicklung. Der Netzanschluss der DC-gekoppelten Photovoltaik-Speicher-Anlage ist für Juli 2026 geplant.
Die Deutsche Gesellschaft für Sachwertanlagen (DGS) GmbH aus Kernen im Remstal ist Eigentümerin der Anlage. Nach eigenen Angaben entwickelte sie die kombinierte Photovoltaik-Speicher-Anlage in den vergangenen vier Jahren und beauftragte schließlich Arausol mit dem Bau. Zudem sicherte sich DGS für das Projekt in der Innovationsausschreibung im September 2025 einen Zuschlag.
Anmerkung der Redaktion: Wir haben die von DGS erhaltenen Informationen nachträglich im Artikel ergänzt.