Der im Norden von Brandenburg gelegene Solarpark Halenbeck II verfügt über eine Leistung von rund 114 Megawatt. Die Anlage soll jährlich bis zu 120.000 Megawattstunden Strom liefern. Sie wurde außerhalb des EEG gebaut – der Strom geht per langjährigem Power Purchase Agreement (PPA) an Shell Energy Europe, Finanz Informatik und Finanz Informatik Technologie Service.
Rund drei Viertel der Liefermenge entfallen dabei auf Shell. Das Unternehmen nutzt den Strom unter anderem für seinen 100-Megawatt-Elektrolyseur REFHYNE 2, den Linde derzeit in Wesseling bei Köln für Shell baut. Der Liefervertrag läuft über zehn Jahre.
Die Projektgesellschaft des Solarparks ist vor Ort angesiedelt. Die Kommune erhält deshalb Gewerbesteuereinnahmen sowie die Gemeindeabgabe.
Finanzierung aus der Sparkassen-Finanzgruppe
Der Solarpark ist ein Sparkassen-Projekt: Die DAL Deutsche Anlagen-Leasing hat sich als Teil der Sparkassen-Finanzgruppe mit 50 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligt. Darüber hinaus hat sie die Fremdfinanzierung des Solarparks strukturiert. Finanzierungspartner sind die Sparkasse Oberhessen, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die DAL/Deutsche Leasing Finance als Konsortialführer des Finanzierungskonsortiums.
Auch die Abnehmer Finanz Informatik und Finanz Informatik Technologie Service gehören zur Sparkassen-Finanzgruppe. Errichtet wurde die Anlage von PVX Energy aus Berlin.
„Die Sonne steht überall als sichere und praktisch unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung. Wer diese Energie nutzt, reduziert strukturelle Abhängigkeiten und stärkt die eigene Versorgungssicherheit“, sagt Peer Günzel, Geschäftsführer der DAL. Der Solarpark sei damit ein Beispiel dafür, wie die Energiewende ganz praktisch zur Resilienz kritischer und wirtschaftlich wichtiger Infrastrukturen beitragen kann.