CMBLU sichert sich weitere 50 Millionen Euro an Finanzierung

Der Anbieter der „SolidFlow“-Batteriespeicher hat nach eigenen Angaben mit der Finanzierung die Unicorn-Bewertung von einer Milliarde Euro überschritten. Mit dem Kapital sollen der Ausbau der Produktion in Europa und den USA sowie die Umsetzung erster kommerzieller Projekte beschleunigt werden.

Im deutschen Photovoltaik- und Speicher-Universum gibt es nur wenige Unternehmen, die bisher den Unicorn-Status erreicht haben. CMBLU hat die für diese Bewertung notwenige Grenze von einer Milliarde Euro mit dem ersten Closing seiner Series-C-Finanzierungsrunde überschritten, wie das Batterieunternehmen aus Alzenau am Donnerstag mitteilte. Es habe 50 Millionen Euro unter anderem bei Samsung Ventures und unter Beteiligung aller Bestandsinvestoren eingesammelt. Das frische Kapital soll nun zum Ausbau und der Skalierung der Produktion sowie für die beschleunigte Umsetzung von Projekten in Europa und den USA genutzt werden, wie es weiter hieß.

CMBLU hat die lithiumfreie „SolidFlow“-Batterie entwickelt. Sie basiert auf der Redox-Flow-Technologie und soll als Langzeitspeicher für unternehmens- und netzkritische Anwendungen nutzbar sein oder auch eine stabile Grundlastinfrastruktur für KI-Systeme und Rechenzentren ermöglichen. „Mit der Möglichkeit, Entladekapazität über zehn Stunden und mehr bereitzustellen, adressiert die ‚SolidFlow‘-Technologie eine zentrale Herausforderung in der Energiewende und im Ausbau von Hyperscale-Infrastrukturen“, so das Unternehmen.

Im Februar schloss CMBLU einen Rahmenvertrag mit Uniper über die Lieferung von fünf Gigawattstunden seiner Speichersysteme. Sie bestehen aus nicht brennbaren, wasserbasierten Elektrolyten mit proprietären festen Speichermaterialien. Dabei ist die Leistung von der Energiekapazität entkoppelt, was eine kosteneffiziente Skalierung der Systeme ermögliche.

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