Bürgerwerke und Exnaton wollen Energy Sharing ohne Smart Meter ermöglichen

Der Energiegenossenschaftsverbund Bürgerwerke und der Spezialist für Energiemarktsoftware Exnaton kündigen eine Lösung für Energy Sharing an, die über die in Paragraf 42a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) definierten Anforderungen hinausgeht. Sie soll unabhängig vom Smart-Meter-Rollout und der Umsetzung durch die Verteilnetzbetreiber funktionieren, indem Standardlastprofile als Basis genutzt werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Zwar bleibe Energy Sharing auf Basis intelligenter Messsysteme (iMSys) „ein zentraler Bestandteil des zukünftigen Marktdesigns“, doch die Erweiterung der möglichen Modelle um solche mit Standardlastprofilen schaffe „eine sofort skalierbare Lösung für den Massenmarkt“.Energieversorger und Energiegenossenschaften können demnach das neue Angebot sofort nach dessen Start umsetzen. Grundlage sei die bestehende Softwareplattform von Exnaton, die bereits heute dynamische Tarife für Standardlastprofil-Kunden ermöglicht. Das Schweizer Unternehmen, ein Spin-off der ETH Zürich, unterstützt nach eigenen Angaben mit seinen Softwarelösungen mehr als 50 Energieversorger in fünf Ländern insbesondere bei der Umsetzung und Vermarktung von Angeboten auf Basis dezentraler erneuerbarer Energien. Die Bürgerwerke sind als Bürgerenergiegenossenschaft deutschlandweit aktiv, versorgen Haushalts- und Gewerbekunden mit Strom und Gas und unterstützen lokale Energiegenossenschaften mit Dienstleistungen wie Beschaffung und Abrechnung, Marktkommunikation oder Projektentwicklung.Einen Zeitplan für die Umsetzung ihres Angebots nennen Bürgerwerke und Exnaton einstweilen noch nicht. Weitere Informationen hierzu sowie zum geplanten Marktstart sollen „in den kommenden Monaten“ folgen.

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