Im Bautzener Innenstadtbereich ist am Dienstag ein Feuer in einem Batteriespeicher ausgebrochen. Es handelt sich um einen Lithium-Speicher in vier Überseecontainern mit insgesamt 1,5 Megawatt Leistung, erklärte ein Sprecher der Stadt Bautzen auf Anfrage von pv magazine. Die Feuerwehr sei seit Dienstag 16 Uhr vor Ort mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Ursache für das Feuer sei bisher noch nicht bekannt, so der Sprecher weiter. Es sei jedoch Kontakt zum Eigentümer aufgenommen worden. Den Namen wollte der Stadtvertreter nicht öffentlich nennen.
Das Löschen des Batteriespeichers gestaltet sich schwierig, auch weil die Erfahrungen bislang fehlten, so der Sprecher weiter. Die Feuerwehrleute könnten den Brand nicht direkt löschen. Daher kühlten sie den Batteriespeicher seit Dienstagnachmittag mit 5000 Liter Wasser pro Minuten, um das Risiko einer Explosion soweit wie möglich zu reduzieren. Dies sei auch aktuell noch der Fall und werde voraussichtlich den ganzen Tag andauern, sagte der Sprecher. Zudem wird der Batteriecontainer mit Drohnen aus der Luft überwacht.
Bereits kurz nach Ausbruch des Feuers hatte die Stadt Bautzen die Menschen im Altstadtbereich aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten. Es sei ein Brandgeruch wahrnehmbar, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr sei auch regelmäßig mit einem Messfahrzeug unterwegs, habe bislang aber keine Schadstoffe in den Dämpfen feststellen können. Am gestrigen Nachmittag seien zudem 25 Menschen in unmittelbarer Nähe zum Brandort evakuiert worden. In der Nacht seien 17 weitere Personen aus der Zone gebracht worden. Verletzt wurde jedoch niemand, wie der Sprecher erklärte.
Die Stadt und die Feuerwehr Bautzen gehen davon aus, dass die Maßnahmen zur Kühlung des Batteriespeichers noch den ganzen Mittwoch anhalten werden. Auch die Evakuierung der Anwohner soll solange aufrecht erhalten werden. Für 14 Uhr ist eine neue Lagebesprechung geplant. In der Nacht hatte die Feuerwehr stündlich Lage-Updates gegeben. Dies stellte sie am Morgen ein, da sie die Lage mittlerweile als „statisch“ einschätzte.